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Welche gewaltfreien Verhaltensweisen können zur Veränderung des Konflikts, zur Überwindung von Gewalt führen? Welche Bedingungen sind hinderlich, welche förderlich? Was brachte Angestellte in Atomwaffenlagern dazu, ihren Job abzusagen? Vorwort: Johan Galtung ... mehr (Plakat pdf 436 kb)
- Prof. Dr. mult. Johan Galtung, Friedensforscher:
- "Lasst tausend solcher Studien blühen!"
- Dr. Robert F. Antoch:
- "Die Preisfrage steht seit langem im Raum: "Ist Gewaltfreiheit, das negative Zauberwort für die Austragung und Bearbeitung von Konflikten, positiv zu fassen? - Und wenn ja, wie?"
Burkhard Bläsi wagt in seinem Buch gleich auf beide Teilfragen eine Antwort: er versucht, eine inhaltliche Bestimmung zu geben und bedient sich dabei der empirischen Forschung. Dazu sucht er sich Interviewpartner, von denen er weiß, dass sie in schwierigen Konfliktsituationen gewaltfrei gehandelt haben. Er führt mit ihnen leicht vorstrukturierte Gespräche, und zwar auf der Grundlage einer Methode, die seit der Mitte der 90Jahre als "Grounded theory" (Strauss & Corbin, 1996) bekannt geworden ist und wertet sie aus. Dabei fragt er sie und sich, wie das geht: andere in Konfliktfällen dazu zu bewegen, sich mit ihren Gegnern auf eine gemeinsame konstruktive Konfliktbearbeitung einzulassen und auf Gewalt und Gegengewalt zu verzichten?
" ... mehr (pdf 91 kB)
- Eva Senghaas-Knobloch
- In den 90er Jahren hat sich die Friedens- und Konfliktforschung verstärkt der Frage
zugewandt, wie destruktive Formen der Konfliktaustragung in konstruktive Formen
umgewandelt werden können. Nicht in allen Fällen bezieht sich diese Forschungsrichtung
auf die historischen Größen Mahatma Gandhi und Martin Luther King. Das beiden
politischen Führern bedeutsame spirituelle Moment als Energiequelle kommt aber - in
gleichsam säkularisierter Form - auch in Befunden nüchterner sozialpsychologischer
Forschung zum Ausdruck und findet sich noch in der Übersetzung von Gandhis Begriff der
Satyagraha als Kraft der Gewaltfreiheit oder – wie bei Burkhard Bläsi – als Gütekraft. Es
geht um die Frage, welche Wirkfaktoren und Wirkweisen in Interaktionsprozessen zum
Zuge kommen, wenn immer es in Situationen bösartiger Konflikte und repressiver
Strukturen gelingt, aus scheinbar unveränderlichen Sicht- und Verhaltensweisen
auszubrechen und auf beiden Konfliktseiten neue Handlungsmöglichkeiten zu erproben. ... mehr (pdf 79 kB)
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- Thomas Wagner, in: Publik-Forum 2003 Nr. 6, S. 59
- Paroli bieten und dabei Vertrauen schaffen
Gandhis gewaltfreier Weg wird von vielen bewundert, oft auch nur um sich
der fortdauernden pazifistischen Herausforderung zu entwinden. Burkhard
Bläsi aktualisiert den Stachel, den Gandhi hinterlassen hat. Er
untersucht Möglichkeiten und Grenzen der gewaltfreien interpersonellen
Konfliktbearbeitung. Sein Ausgangspunkt sind Interviews mit neun
Menschen, die zutiefst mit der Theorie und Praxis der Gewaltfreiheit
verwoben sind. Aus eigenem Erfahrungsschatz erzählen sie faszinierende
Konflikt- und Friedensgeschichten. Bläsi arbeitet heraus, dass
Parolibieten und Vertrauensaufbau zentrale Handlungsimperative der
gewaltfrei agierenden InterviewpartnerInnen darstellen. Faktoren, die im
Gegenüber eine Konflikttransformation ermöglichen können (nicht
müssen!), entdeckt Bläsi in folgenden Momenten: Beeindruckt-Sein von der
Überzeugtheit des Gegenübers, Sicherheitsgefühl und emotionale
Betroffenheit. Bläsi fasst diese verschiedenen Elemente einer
gelingenden gewaltfreien Kommunikation überzeugend unter dem Begriff der
Gütekraft als intersubjektiven Prozess der Konflikttransformation
zusammen. Die Untersuchung Bläsis steht klar in der Tradition Gandhis
und macht Mut für jedermann und jedefrau, dessen Impulse im Alltag zu
üben: »Betrachte deinen Standpunkt noch einmal von einer anderen Seite,
ebenso die Position deines Kontrahenten, vertiefe deine spirituelle
Verbundenheit mit der Menschheit, schließe in deine Liebe auch den
Gegner ein. Wahre Gütekraft führt so letztlich zum Erfolg.
200 Seiten. 10,90 Euro. 2001.
Bestellen bei: Bund für Soziale Verteidigung, Schwarzer Weg 8,
32423 Minden, Tel 0571 29456,
eMail: soziale_verteidigung@t-online.de
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