| Fremdenfeindlichkeit überwinden | ||
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Im Rahmen einer Unterrichtsreihe über "Fremdenfeindlichkeit
und ihre Überwindung" im Religionsunterricht einer 9. Klasse
hatte ich mit einer Afrikanerin einen Unterrichtsbesuch vereinbart. Sie
war bereit zum Erfahrungsbericht und Gespräch. Am Tag vor dem vereinbarten
Treffen sagte sie ihren Unterrichtsbesuch ab. Auf dem Weg nach Bonn war
sie in einer Straßenbahn von zwei Jugendlichen übel beschimpft,
beleidigt und an den Haaren gerissen worden. Niemand von den übrigen
Fahrgästen hatte eingegriffen. An der nächsten Haltestelle war
sie allein ausgestiegen. Dieses Erlebnis hatte sie seelisch schwer verletzt
und verunsichert. Sie war nicht mehr in der Lage zu dem vereinbarten Schulbesuch.
Nachdem das Gespräch mit der Afrikanerin auf diese Weise unmöglich
gemacht worden war, hatte sich die Schülergruppe auf diese Erfahrung
mit Fremdenfeindlichkeit und Verantwortungslosigkeit konzentriert. Ein
genauer Bericht über das Ereignis wurde abgefaßt und an die
Stadtwerke geschickt mit Bitte um Antwort und Information über Handlungsmöglichkeiten.
Unser Brief wurde von der Leitung der Bonner Verkehrsbetriebe sehr ernst
genommen und beantwortet. - Alle Fahrer/innen waren (schon kurz vorher)
informiert worden, daß sie für Zwischenfälle in ihrer
Bahn bzw. ihrem Bus zuständig sind. Jede/r Fahrer/in ist ausgerüstet
und angewiesen, zur nächsten Haltestelle ggf. die Polizei zu rufen.
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